Willkommen im Ventura-Anwenderforum ...

... einem deutschsprachigen Forum zu Corel VENTURA™ von Anwendern für Anwender. Das bedeutet: dies ist keine offizielle Corel-Site. Es werden keine kommerziellen Interessen verfolgt und nur persönliche Meinungen zum Ausdruck gebracht. Das Ganze kann nur so gut werden wie die Resonanz, die wir von Ventura-Anwendern und anderen Interessenten kriegen. Eigene Artikel, Anregungen und Ergänzungen sind also jederzeit hoch willkommen.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass ein privater kostenloser Support in Sachen DTP und Ventura über das hier Angebotene hinaus nicht möglich ist. Bitte verwenden Sie für alle Anfragen das extra dafür eingerichtete öffentliche Diskussionsforum. Hier finden Sie für lösbare Probleme zumeist sehr rasch Hilfe.

Neue Ventura-Version ist in Arbeit

14. September 2001
Graham Brown, seit März diesen Jahres Vice President of Graphics bei Corel (und damit Chef des Produktmanagements Ventura Publisher), bestätigte auf der Corel World Conference in Boston, dass an einer neuen Ventura-Version gearbeitet wird. Mit dem Beginn des Betatests ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Zu einer deutschsprachigen Version gibt es noch keine offizielle Entscheidung.

Nach Aussagen von Teilnehmern soll die neue Ventura-Version auf den Modulen der 10er-Versionen von DRAW und PhotoPaint beruhen, was Druck, Farbseparation und Dateifilter betrifft.

Die neuen XML-Ressourcen, die Corel durch den Erwerb von SoftQuad zur Verfügung stehen, sollen Ventura künftig ebenfalls zugute kommen. Wann und in welcher Form muss sich allerdings erst noch herausstellen. Nach jetzigem Stand scheint es auf eine "cross-media publishing solution" hinauszulaufen, die auf Ventura basieren dürfte, aber nicht mehr unbedingt Ventura heißen muss. Dies könnte den Vorschlägen nahekommen, die im April von Ventura-Anwendern an Corel herangetragen wurden. Mit dem Einbau von XML würde vermutlich auch die lange vermisste Unterstützung von Unicode einhergehen.

Daneben ist die Rede von einer zusätzlichen Version des aktuellen Ventura 8 mit eingebautem Crashhandler (CARM), der Corel bei der Erforschung von Absturzursachen unterstützen soll. Die Resultate können Corel über das Internet zugeleitet werden.

Update 27. September: Mittlerweile gibt es auf Bob van Duurens Mailingliste die erste Meldung über verschickte Einladungen zu einer Beta für "Ventura 10". Es dürfte also bald losgehen, auch wenn auf der offiziellen Corel-Betaseite noch nichts zu sehen ist.
Ventura FAQ gehen ans Netz

30. Mai 2001
Dank des großen persönlichen Einsatzes von C_Tech Eric Weber und Ventura-Veteran Bob van Duuren sind heute die lange erwarteten "Frequently Asked Questions" zu Ventura Publisher offiziell ans Netz gegangen. Die Adresse lautet www.draw.nu/venturafaq.

Die Sammlung "Oft gestellter Fragen" befasst sich mit häufigen Problemen wie der Separation von Schmuckfarben aus Acrobat-Dateien über die diversen Ärgerlichkeiten der Ventura-Silbentrennung bis hin zum Schutz vor Programmabstürzen. Auch Fragen zu älteren Versionen und eine "Tips and Tricks"-Rubrik fehlen nicht.

Naturgemäß ist das Ganze auf Englisch gehalten. Bei entsprechendem Interesse (und vor allem: entsprechender Mitarbeit) könnte man auch an eine deutsche Übersetzung und Erweiterung der Seiten denken.

Ventura-Entscheidung weiterhin offen

2. Februar / 2. März 2001
Das Schicksal von Ventura Publisher ist weiterhin ungewiss. Es mehren sich aber die Zeichen, dass das Programm fortgeführt wird. Die Frage ist nur: wann. Von einer deutschen Version ganz zu schweigen. -- Update 2. März: Graham Brown, einer der maßgeblichen Entwickler von Ventura 8, wird mit der Planung der weiteren Schritte in Sachen Ventura betraut.

Nach der Welle der Empörung, die das drohende Ende von Ventura Publisher bei den Anwendern hervorrief, mehren sich die Stimmen aus dem Hause Corel, die auf eine künftige Weiterentwicklung des DTP-Programms hindeuten:

  • Ein Antwortschreiben des Corel-Chefs Derek Burney an Bill Blinn lief darauf hinaus, dass man sich um Ventura kümmern werde, sobald die Firma als Ganzes wieder profitabel sei. Darauf hofft man für das dritte Quartal 2001.
  • Der Marketing-Leiter und Vize-Präsident von Corel, Ian LeGrow, fordert weiterhin auf, ihm und dem Ventura-Produktmanagement zu schreiben, wie das Produkt konkret eingesetzt werde und in welche Richtung die Entwicklung gehen solle. Im Übrigen sei man noch "in einiger Entfernung von einer endgültigen Entscheidung". Weitere Updates sind für die kommende Zeit versprochen.
  • Rick Altman, der Veranstalter der jährlichen CorelWORLD-Treffen, wurde aufgefordert, die Benutzermeinungen und -wünsche in eine strukturierte Form zu bringen und sie bei Corel zu präsentieren. Nach seiner Einschätzung wird dieser Prozess mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen. (Update April 2001: Es hat ein bisschen länger gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt: Das Ergebnis der Diskussionen liegt jetzt vor als Article of the Month auf Rick's Website.)
  • Update 2. März 2001: Ian LeGrow übergibt die weitere Planung in Sachen Ventura an den Chefentwickler der Version 8, Graham Brown. In einer kurzen Nachricht äußert dieser seine Freude darüber, wieder mit dem Programm befasst zu sein, nachdem er inzwischen nur noch mit den "Business Applications" zu tun hatte. Er findet auch freundliche Worte über den fortdauernden Enthusiasmus der Ventura-Anhänger und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit. Konkrete Pläne lässt aber auch er sich vorerst nicht entlocken.

Das alles betrifft vorerst nur den orginalen Ventura. Von einer deutschen Version ist (noch) nicht die Rede. Und die aktuellen Corel-Zahlen sehen für manche Kommentatoren nicht sehr ermutigend aus ...

Gibt es noch Hoffnung für Ventura?

25. Januar 2001
Nachdem die Verkündung von Corels neuer "Corporate Strategy" Ventura völlig übergangen hatte, sahen viele Anwender das Ende dieses mächtigen Publishing-Programms nahen. Aber einige Äußerungen des Corel-Managements lassen inzwischen wieder Hoffnung aufkommen ...

Die groß angekündigte Verlautbarung zur "New Corporate Strategy" am 23. Januar schien zum Begräbnis dritter Klasse für Ventura Publisher zu werden. Weder in den offiziellen Mitteilungen noch in der anschließenden Pressekonferenz wurde das Programm auch nur mit einem Wort erwähnt. Damit schien die fast fünfzehnjährige Geschichte des vielleicht mächtigsten DTP-Programms auf dem Markt sang- und klanglos zu Ende zu sein. Und dies nach Meinung der meisten Anwender vor allem, weil die neuen Besitzer nie begriffen hatten, was für ein Produkt sie da eigentlich besaßen. Geschweige denn, dass dieses Produkt je angemessen vermarktet worden wäre.

Auf die empörten Reaktionen der Benutzer in den Ventura-Newsgroups und -Mailinglisten sowie in direkten Anschreiben an das Produktmanagement und den neuen CEO Derek Burney selbst gibt es nun die ersten Reaktionen. Und danach ist Ventura vielleicht doch noch nicht am Ende des Pfades angekommen. Burney lässt sich vernehmen, die neue strategische Richtung ziele in erster Linie auf den Markt der Kreativen und dies "könne Ventura durchaus einschließen". Der Marketing-Leiter und Vize-Präsident Ian LeGrow lud sogar ausdrücklich dazu ein, ihm E-Mails zu dem Thema zu senden, wie die Benutzer Ventura einsetzen und in welche Richtung sie das Programm weiter entwickelt sehen möchten.

Ein Update ist für nächste Woche versprochen ...

Derek J. Burney neuer Präsident bei Corel

3. Oktober 2000
Nach der gerade bekannt gegebenen strategischen Vereinbarung mit Microsoft wurde nun der Interimspräsident Derek J. Burney dauerhaft als neuer Corel-Chef installiert.

Neben der Bestätigung Burneys wurde auf den Corel-Seiten eine neue Struktur der Produktorganisation bekannt gegeben. Erstmals seit langer Zeit wurde dabei auch wieder der Ventura Publisher genannt und zwar als Bestandteil von "Corel’s flagship graphics suite". Es darf also immer noch auf die Weiterentwicklung des Programms gehofft werden.

Laut Heise-Newsticker steigen die Corel-Aktien derweil kräftig weiter ...

Corel und Microsoft verkünden strategische Allianz

2. Oktober 2000
Laut Meldung auf den Corel-Webseiten kauft Microsoft 24 Millionen Corel-Aktien im Wert von insgesamt 135 Millionen US-Dollar. Der Börsenkurs von Corel stieg nach Eintreffen der Nachricht steil an.

Die strategische Allianz soll vor allem der Zusammenarbeit an Microsofts neuer .NET-Plattform zugute kommen. Auswirkungen der Allianz auf die sonstigen Corel-Projekte – besonders im Linux-Bereich – sind der ersten Verlautbarung nicht zu entnehmen. Die gekauften Aktien sind ohne Stimmrecht.

Für alle, die von der neuen Heilsformel ".NET" noch nichts gehört haben, hier die Zusammenfassung des Heise-Newstickers dazu: "Microsoft will mit .NET Internet, PC und mobile Gerätschaften wie PDA und Handy verheiraten. Das Internet ergänzt um Microsoft-Technologien soll zum zentralen Daten- und Dienstleistungspool mutieren, den diese Gerätschaften anzapfen können ... Freilich funktioniert all das nur perfekt, wenn auf allen Geräten auch .NET-Software läuft."

Die heutige Pressemitteilung stellt Corels Linux-Erfahrung sogar als Pluspunkt für die Entwicklung von .NET-Programmen dar, was sich im Hinblick mit Microsofts bekannter Haltung zu dem konkurrierenden Betriebssystem schon ziemlich interessant ausnimmt. Aber mehr als Material zu Spekulationen nach allen Seiten gibt das bisher veröffentlichte Material leider nicht her.

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Corel-Niederlassung in Dublin wird auf Rumpfbelegschaft reduziert

6. September 2000
Nach der Entlassung von 20 Prozent der kanadischen Belegschaft im Juni wird nun Corel Europe in Dublin auf einen eher symbolischen Rest reduziert. Hier werden 139 Mitarbeiter entlassen bzw. nach Ottawa versetzt. Nur etwa 20 Leute sollen in Dublin bleiben.

Die Entlassungen sind Teil eines Plans zur Kostenreduzierung, der jährliche Einsparungen von 40 Millionen Dollar bringen soll. Davon entfallen 18 Millionen der Einsparungen auf Personalkosten, 12 Millionen auf Werbung, 5 Millionen auf nicht näher erläuterte Kosten im Zusammenhang mit Vertrieb und Produktkosten sowie weitere 5 Millionen auf allgemeine Verwaltungskosten, Sponsoring usw.

Die Schritte werden in einer Pressemitteilung und einem offenen Brief an die Aktionäre erläutert. Von Ventura ist wieder einmal nicht die Rede ...

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Cowpland tritt zurück

15. August 2000
Der Gründer und Präsident von Corel, Dr. Michael Cowpland, erklärte heute seinen Rücktritt von allen Führungsfunktionen der Firma. Er will sich künftig Linux-Neugründungen widmen.

In wenigen anderen Firmen des Computerbereichs spielte der Mann an der Spitze eine so dominierende Rolle wie der Vorstandsvorsitzende von Corel. Und wenige waren in dieser Rolle so kontrovers wie Dr. Cowpland. Entsprechend gemischt sind die Gefühle der Kommentatoren angesichts des Rücktritts. Ingesamt überwiegt aber die Meinung, der Schritt sei überfällig gewesen angesichts der kritischen Lage, in die der Mann an der Spitze seine Firma zuletzt gebracht hatte. Die Aktien von Corel stiegen nach Bekanntwerden von Cowplands Rücktritt um mehr als zwanzig Prozent.

Was diese Nachricht für die Zukunft Venturas bedeutet, ist unklar. Cowpland hatte seine Firma ursprünglich als "Ventura Solutions Provider" betrieben, bevor er mit der Entwicklung von CorelDRAW Software-Geschichte schrieb. Auch nachdem Corel später Ventura von VSI erworben hatte, wurde dem Präsidenten stets eine Schwäche für das Programm nachgesagt. Zuletzt hatten Corel-Insider immer wieder behauptet, es sei fast einzig Cowpland zuzuschreiben, wenn das Programm überhaupt noch weitergeführt werde.

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Corels Linux-Projekt: CorelDRAW fertiggestellt, Photo-Paint ab sofort gratis verfügbar

30. Juni / 1. Juli 2000
Auf dem Linuxtag in Stuttgart gab Corel überraschend bekannt, dass CorelDRAW für Linux fertiggestellt sei und in etwa zwei bis drei Wochen in den Läden erscheinen soll. Zur deutschen Version gibt es noch keine Informationen. -- Wie außerdem seit längerem angekündigt, hat Corel Photo-Paint für Linux gratis zum Herunterladen auf linux.corel.com bereitgestellt.

Bei CorelDRAW war zuletzt noch von "später im Sommer" oder gar "im Herbst" die Rede gewesen. An konkreter Information zum Produkt selbst war nur ein wenig erhellender "Sneak Preview" mit einem einzelnen Bildschirmphoto aufzutreiben.

Der Funktionsumfang von Photo-Paint soll der Windows-Version entsprechen. Darüber hinaus soll die neue Version mit dem unter Linux sehr verbreiteten GIMP zusammenarbeiten. Eine deutschsprachige Version soll angeblich für Anfang Herbst geplant sein.

Der Download von Photo-Paint ist leider nichts für Modembenutzer -- die Dateigrößen liegen je nach gewähltem Format zwischen 90 und und 180 Megabyte. Erfahrungsgemäß wird das Programm nun aber auch bald in Linux-Distributionen wie SuSE enthalten und damit besser zugänglich sein. -- Bei den Bildschirmphotos hapert es noch, bisher wurden nur welche von Benutzern zur Verfügung gestellt.

Zu Corel Ventura Publisher gibt es noch keine neue Aussagen gegenüber dem Stand vom 11. April. Es wächst allerdings die Skepsis, ob wirklich bis zum Ende des Jahres mit einer Version 8.5 gerechnet werden kann.

Update 15.8.2000: Die US-Version von Corel DRAW für Linux kann inzwischen bestellt werden unter http://linux.corel.com/products/draw/index.htm ($199).


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© 2000-2001 Thomas Diehl. Letzte Änderung 17. September 2001.

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